AdWords Agenturen und deren Kunden pflegen oft einen entspannten Umgang mit vertragliche Vereinbarungen. Die Konditionen der Adwords Agentur und den Leistungsumfang des Vertrags bespricht man regelmäßig kurz am Telefon oder per Email. Auch wir machen dies meistens so.
In 95% der Fälle geht dies auch gut. Dabei ist ein fairer Vertrag die beste Möglichkeit Missverständnisse zwischen Adwords Agentur und Kunde zu vermeiden.
Folgende Punkte sollten im Idealfall geregelt werden
Die Definition der zwischen Agentur und Kunde vereinbarten Leistung ist wichtigster Bestandteil des Vertrages. Sie gehört in die Auftragsbestätigung oder in einen konkret ausgehandelten SEM Vertrag.
Aus Sicht der AdWords Agentur ist eine möglichst konkrete Definition der zu erbringenden Leistungen zu empfehlen. Je unkonkreter die Leistungsbeschreibung ist, umso größer ist das Spektrum der möglichen Diskussionspunkte. Letztlich sollte es im interesse der Agentur sein, die Leistungen, die von ihr erwartet werden, möglichst konkret zu beschreiben.
Eine Konkretisierung der Leistungspflichten der AdWords Agentur empfiehlt sich aber auch für den jeweiligen Kunden. Nur wenn sich das Vereinbarte auch in einem Vertrag wiederfindet, kann der Kunde beurteilen, ob die vereinbarte Vergütung sachgerecht ist und ob der Vertrag ausreichend gut erfüllt wurde.
Geregelt werden sollte in jedem Falle, wer im rechtlichen Sinne für die Auswahl der Keywords verantwortlich ist und was darunter genau zu verstehen ist. Die AdWords Agentur sollte verpflichtet werden, die Buchung der AdWords Keywords auf die Vereinbarkeit mit geltendem Recht hin zu untersuchen. So können z.B. Verletzungen des Markenrechts durch das Einbuchen geschützter Begriffe vermieden werden.
Haftung
Der Adwords Agentur ist daran gelegen, ihre Haftung möglichst zu begrenzen. Ohne vertragliche Regelungen, gilt das Gesetz mit der Folge, dass die AdWords Agentur für jeden Schaden, der durch Handlungen der Adwords Agentur schuldhaft verursacht wird, haftet. Die Adwords Agentur haftet folglich für die Auswahl der Keywords sowie die Formulierung und Gestaltung der AdWords Anzeigen.
Im Falle einer Abmahnung wegen rechtswidriger Werbung hat der Kunde einen Schadensersatzanspruch gegenüber der Adwords Agentur. Daher sind Regelungen über den Leistungsumfang und zur Haftungsbegrenzung empfehlenswert.
Bezahlung der AdWords Agentur
Die Bezahlung der Adwords Agentur ist natürlich ebenfalls ein sehr wichtiger Vertragsbestandteil. Dabei gibt es verschiedene Modelle für die Vergütung von AdWords-Management-Verträge. Üblich ist derzeit vorallem eine monatliche Pauschale. Dies ist auch das von uns bevorzugte Vergütungsmodell. Aber auch eine aufwandsbezogene Vergütung nach Stunden oder eine prozentuale Beteiligung an den AdWords Ausgaben sind gängige Modelle. Auch eine erfolgsbezogene Bezahlung kann vereinbart werden. Dabei sollten beide Seiten sehr genau definieren, worin der konkret geschuldete Erfolg liegt. Eine erfolgsbezogene Vergütung bedeutet ein deutlich höheres Risiko für die AdWords Agentur. Sie hat ja in der Regel kaum Einfluss auf die Qualität des Angebots und der Website des Kunden.
Nebenpflichten des Kunden der AdWords Agentur
Nebenpflichten des Kunden werden in der Praxis praktisch nie geregelt, obwohl die AdWords Agenturen auf diesen Punkt in der Regel angewiesen sind. Zu Nebenpflichten des Kunden gehören die Benennung eines Kontakt- und Ansprechpartners. Dies ist Voraussetzung für die Zusammenarbeit. Es macht also Sinn auch diese in den SEM Vertrag mit aufzunehmen.
Wer ist Konto-Eigentümer
Besonders wichtig ist auch die Regelung darüber, wer Eigentümer des AdWords Kontos ist. Wenn Adwords Agentur und Kunde sich trennen wollen, wird dies oft Gegenschaft eines Streits.
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