8 geniale Google Ads Strategien

Strategie 1: Remarketing nur auf aktive Nutzer ausrichten

Remarketing zu nutzen ist immer eine gute Idee. Das dynamische Remarketing für Online-Shops macht ebenfalls Sinn.

Im Standard-Remarketing sind aber grundsätzlich alle Nutzer enthalten, die dann später nochmal angesprochen werden. D.h. auch Nutzer, die nur wenige Sekunden auf Ihrer Webseite waren und direkt wieder abgesprungen sind. Wahrscheinlich macht es also wenig Sinn, diesen Nutzern dann weiter Werbung zu zeigen.

Legen Sie also eine separate Remarketingliste an, die nur besonders aktiven Nutzer enthält. Also nur die Nutzer, die tatsächlich an Ihrem Angebot interessiert sind.

Diese Remarketingliste könnte zum Beispiel auf folgenden Metriken basieren:

  • 60 Sekunden Sitzungsdauer
  • 3 Seiten deiner Website besucht
  • ein Produkt angeschaut oder in den Warenkorb gelegt
  • mindestens zwei Websitebesuche

Wenn Sie Remarketing über Google Analytics nutzen (und in AdWords importieren), können Sie das perfekt über eine weitere Zielgruppe lösen:

Gehen Sie auf Verwaltung > Zielgruppen > neue Zielgruppe > Zielgruppendefinition > Verhalten

Die Möglichkeiten aktive Nutzer zu definieren sind praktisch unendlich. Finden Sie den richtigen Kompromiss zwischen Aktivität und Größe der Zielgruppe.

Strategie 2: Negatives Remarketing

Analog zu Strategie 1, können Sie auch uninteressierte Nutzer ausschließen und somit Ihre Streuverluste reduzieren, also Budget sparen.

Es macht keinen Sinn Besucher Ihrer Webseite erneut anzusprechen – und dafür Geld ausgeben – wenn diese offensichtlich nicht an Ihrem Angebot interessiert sind (bspw. kurze Sitzungsdauer) oder bereits gekauft haben.

Um ausschließendes Remarketing zu nutzen, erstellen sie die entsprechenden Remarketinglisten über AdWords oder Analytics. Also bspw. alle Nutzer, die eine Conversion/Zielvorhaben ausgeführt haben.

Alternativ können Sie auch ein Liste auch in Analytics erstellen und in AdWords importieren.

Diese Zielgruppe verwenden Sie dann als auszuschließende Zielgruppe in der betreffenden Kampagne bzw. Anzeigengruppe.

Es kann übrigens auch sehr viel Sinn machen, häufig wiederkehrenden Nutzen keine Brand-Anzeige mehr anzuzeigen. Diese Stammkunden nutzen die Anzeige quasi nur als Direkteingabe. Allerdings sollten Sie regelmäßig kontrollieren, ob vielleicht die Konkurrenz für Ihre Marke Anzeigen schaltet.

 Strategie 3: RLSA (Remarketing Listen für Suchanzeigen) auf generische Begriffe

Sie können Remarketinglisten nicht nur im Google Display-Netzwerk verwenden, sondern auch in der Google-Suche. In jeder Suchkampagne finden Sie den Reiter Zielgruppen.

Dort sehen Sie die Registerkarte Remarketing und hier fügen Sie die erstellten Zielgruppen hinzu.


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Wähle als Ausrichtungseinstellung die Option “Ausrichtung und Gebot“, wenn Sie die Anzeigen ausschließlich auf die Nutzer auf Ihrer Remarketingliste ausrichten möchten.

(mit “Nur Gebot” können Sie dieser Zielgruppe eine höhere Gebotsanpassung festlegen, so dass Ihre Anzeigen für wiederkehrende Nutzer prominenter erscheinen)

Mit den Remarketinglisten für Suchanzeigen können Sie auch auf sehr generische Keywords Anzeigen schalten, die sonst viel zu teuer wären und zu hohe Streuverluste hätten. Wenn Sie diese Anzeigen aber nur einer aktiven Remarketing-Zielgruppe zeigen, dann ist die Conversion-Rate vermutlich höher und Sie können dort Ihr Budget rentabler investieren.

Zusätzlich können Sie auch spezifische Anzeigentexte oder Ansprachen dieser Zielgruppe verwenden.

Besonders interessant ist es RLSA-Listen in Kombination mit einer dynamischen Suchkampagne zu nutzen. So können Sie den Bereich Ihrer Longtail-Keywords ausbauen und in der relevanten Zielgruppen bewerben. 

Strategie 4: Die tatsächlichen Umsätze berücksichtigen

Viele Unternehmen übermitteln bei den Conversions sinnvollerweise den Umsatzwert mit, typischerweise den Warenkorbwert der bestellten Artikel. Allerdings kann AdWords mögliche Retouren oder Stornos nicht automatisch berücksichtigen

Aber natürlich manche Kunden von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch und senden Bestellungen zurück. Aber auch negative Schufa-Auskünfte oder Bestellung, die später nicht bezahlt werden, können die Statistik erheblich verfälschen. In diesem Fall, werden die Gebote in AdWords ungenau, im schlimmsten Fall sogar unprofitabel.

Es gibt aber eine smarte Strategie, um dieses Problem zu lösen: Offline Conversions.

Wenn Sie Offline-Conversion-Ereignisse importieren, erhalten Sie einen umfassenderen Überblick darüber, mit welchen Keywords und Ausrichtungskriterien wie Standort oder Tageszeit Sie die kosteneffektivsten Conversions erzielen. Auf Grundlage dieser Daten können Sie Ihre Kampagnen und deren Ausrichtung optimieren und dadurch Ihren Gewinn steigern.

AdWords versieht jeden Klick auf Ihrer Website, der über eine AdWords-Anzeige zustande kommt, mit einer eindeutigen ID (Google Click ID – GCLID). Diese ID speichern Sie zusammen mit allen von Ihnen gesammelten Informationen zu dem Nutzer, der auf Ihre Anzeige geklickt hat.

Wenn dieser Nutzer dann später offline eine Conversion rückgängig macht, etwa indem er einen gekauften Artikel zurücksendet, übergeben Sie diese GCLID zusammen mit dem korrekten Wert der Transaktion an Adwords. Diese Conversion wird dann mit Ihren anderen Conversion-Tracking-Daten in AdWords aufgezeichnet.

Die Statistiken zu importierten Conversions sind im AdWords-Konto nach ungefähr drei Stunden verfügbar und in den Conversion-Spalten zu sehen. Um Leistungsunterschiede nach Conversion-Aktion abzurufen, können Sie die Spalte „Conversions“ nach „Name der Conversion-Aktion“ segmentieren.

 Strategie 5: Kampagnentests

Durch Tests in AdWords können Sie herausfinden, ob Sie mit den vorgeschlagenen Änderungen an Ihrem Konto Ihre Geschäftsziele erreichen. Mit der Funktion Entwürfe können Sie das Risiko größere Änderungen im Adwordskonto kontrollieren und behalten ausserdem ganz leicht den Überblick über die Ergebnisse.

Zum Beispiel können Sie herausfinden, wie sich Ihre KPIs bei höheren Geboten oder anderen Gebotsstrategien entwickeln, wie sich anderen Sitelinks auswirken und welchen Erfolg anderen Anzeigentexten haben.

Die Funktionsweise ist recht einfach.

Sie legen direkt aus einer bestehenden Kampagne einen neuen Kampagnen-Entwurf an. Dies ist im Prinzip eine komplette Kopie der zu testenden Kampagne.

In diesem Entwurf nehmen Sie alle Änderungen vor, die Sie testen möchten (z.B: andere Gebote). Konzentrieren Sie sich bei einem Test aber immer auf eine einzige Variable.

Dann klicken Sie auf anwenden und erstellst einen Test, sowie die Verteilung von Test- und Kontrollgruppe. 80/20 bedeutet, daß weiterhin 80% aller Impressionen über die Original-Kampagne laufen und 20% über die veränderten Einstellungen des Tests.

Während der Test läuft können Sie die Entwicklung ihrer Kennzahlen schnell und übersichtlich vergleichen.

Strategie 6: Preiserweiterungen nutzen

Mit Preiserweiterungen werden Ihre Textanzeigen im Suchnetzwerk noch attraktiver, da sie Ihre Dienstleistungen und Produkte ausführlicher präsentieren und Nutzer direkt an die Stellen auf Ihrer Website führen können, die für sie von Interesse sind.

Preiserweiterungen erscheinen auf Desktopcomputern und Mobilgeräten unterhalb Ihrer Textanzeige. Sie bieten mehr Platz für Informationen zu den Angeboten Ihres Unternehmens. Sie werden auf bis zu acht Karten eingeblendet. Bei Ansehen der Karten werden Nutzern unterschiedliche Optionen und Preise angezeigt. Über das Preismenü gelangen Nutzer direkt zu einem Artikel auf Ihrer Website, der sie interessiert.

Wenn Sie Dienstleistungen oder Produkte anbieten, dann sollten Sie diese Anzeigenerweiterung unbedingt einsetzen. Wenn die Preiserweiterungen mit angezeigt werden, erhöht sich die CTR oft spürbar. Achte Sie aber immer auf den CPC, der kann teilweise auch deutlich teurer werden.

Strategie 7: Demografische Aussteuerung

Unter dem Reiter Zielgruppen findest du nicht nur das Remarketing, sondern auch Demografische Merkmale.

Mithilfe der demografischen Ausrichtung in AdWords erreichen Sie potenzielle Kunden, die wahrscheinlich zu einer gewünschten Altersgruppe bzw. einem bestimmten Geschlecht gehören.

Mit der demografischen Ausrichtung wird die Ausrichtung eingegrenzt. Dabei wird versucht, Ihre Anzeigen nur für Nutzer auszuliefern, die die festgelegten demografischen Merkmale aufweisen.

Sie können für jedes Geschlecht und jede Altersgruppe die Performance Ihrer Kampagne und Anzeigengruppe analysieren und die Gebote entsprechend anpassen.

Vielleicht wissen Sie aber auch schon von Beginn an, wer nicht in Ihre Zielgruppe passt und können so von Anfang an Kosten sparen. Wenn Sie beispielsweise ein Fitnessstudio für Frauen betreiben, können Sie mit der demografischen Ausrichtung verhindern, dass Ihre Anzeigen männlichen Nutzern präsentiert werden.

Strategie 8: Keywords mithilfe von Listen in mehreren Kampagnen ausschließen

Höchstwahrscheinlich haben Sie auch Keywords, die zu unerwünschten Impressionen oder Klicks in mehreren Ihrer Kampagnen führt. Entsprechend kann die separate Pflege der ausschließenden Keywords in jeder Kampagne sehr aufwändig werden und wird auch oft vergessen. In der gemeinsam genutzen Bibliothek können Sie eine zentrale Liste mit auszuschließenden Keywords erstellen und diese Liste allen Kampagnen hinzufügen.

Mit einer solchen Liste können Sie die auszuschließenden Keywords besser verwalten, etwa wenn Sie ein neues auszuschließendes Keyword hinzufügen möchten. Fügen Sie es einfach der Liste mit auszuschließenden Keywords hinzu. Die Änderung wird dann automatisch auf alle Kampagnen übernommen, für die die Liste gilt.

Eine umfangreiche, möglichst vollständige Liste mit auszuschließenden Keywords ist Gold wert.

 

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